Am Donnerstag, dem 7.02. um 20.00 Uhr, wird Herr KzS Dirk Jacobus im Anschluss an die Mitgliederversammlung des Nautischen Vereins Wilhelmshaven – Jade einen Vortrag halten über „NEUES AUS DEM 4. FREGATTENGESCHWADER.

Der Referent ist Kommandeur des 4. FG und fuhr u.a. als WO auf Minenjagdbooten, als I FWO und II SEO auf den Fregatten BAYERN und SCHLESWIG – HOLSTEIN , nach einer Auslandsverwendung im HQ Neapel fuhr er als IO und später als Kommandant auf der F HESSEN. Bevor er im Juni 2017 den Posten des Kommandeurs übernahm, war er im BMVg (P) und im Karrierezentrum Hannover als Dezltr. eingesetzt.

Bei seinem Vortrag wird er begleitet von FK Markus Venker, Kommandant der Besatzung „Alpha“ der F BADEN WÜRTTEMBERG (Klasse F 125), der unmittelbar von den Erfahrungen mit diesem neuen Schiffstyp und dem Mehr - Besatzungs - Konzept berichten wird.

Der Referent wird auch auf die veränderter geostrategische Lage und ihre Auswirkungen auf die Aufgaben der Deutschen Marine und die damit verbundenen techn. und operativen Veränderungen eingehen.

Der Vortrag findet statt im GORCH – FOCK – Haus, Beginn ist um 20.00 Uhr ,der Eintritt ist frei, Gäste (auch Nichtmitglieder) sind herzlich willkommen.

K.N.

Vortrag: Mit der "POLARSTERN" durch die Antarktis

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Mit der "Polarstern" durch die Antarktis

 

Kapitän Uwe Pahls Vortrag von einer Seereise in die südlichen Polarregionen

Wilhelmshaven/RB -

 

Eine Reise durch die Antarktis mit dem deutschen Forschungsschiff "Polarstern" ist ein besonderes Erlebnis, wovon jetzt auch in einem Vortrag beim Nautischen Verein zu hören war. Sein langjähriger Kapitän Uwe Pahl - er hat das Schiff 18 Jahre lang geführt - berichtete von einer Seereise, die in Kapstadt begann, dessen Hafen gute logistische Bedingungen für eine solche Reise bietet.

Die 1982 für das Bundesministerium für Bildung und Forschung gebaute, von F. Laeiz bereederte und im Dienst des Alfred-Wegener-Institutes (AWI) eingesetzte "Polarstern" ist ein Forschungseisbrecher (Eisklasse ARC3) mit einer für solche Reviere speziell konstruierten Rumpfform. Als doppelwandiger Eisbrecher kann das Schiff noch bei Temperaturen bis zu - 50° C fahren.

Die "Polarstern" ist ganzjährig bis auf Werftliegezeiten in See und wird von einer 44köpfigen Besatzung bedient, zu der dann noch die jeweiligen Forschergruppen kommen. Zur Ausrüstung gehören zwei Hubschrauber und ein vielfältiges Equipment für die Explorationen. Vor allem Vermessungsaufgaben werden durchgeführt, die per Fächerlot Wiedergaben im 3- D-Modus gestatten. Denn das vorhandene Kartenmaterial zur Antarktis ist noch zu ungenau. Expeditionen in Tiefen bis 400 Meter können mit dem Tauchboot "Jago" unternommen werden.

In der Antarktis wurde die deutsche Forschungsstation Neumayer III aufgesucht - diese jetzt mit Stelzen errichtete Station auf dem Schelfeis verlagert ihre Position um jährlich 157 Meter Richtung offenes Meer.

Die Weiterfahrt nach Südgeorgien brachte das Schicksal des hier verstorbenen Polarforscher Ernest Shackleton in Erinnerung, dem 1916 für seine im Eis verbliebene Crew eine spektakuläre Rettungsaktion gelang. Schließlich erreichte die "Polarstern" das chilenische Punta Arenas, dem die Handelsschifffahrt vor Eröffnung des Panamakanals einen wirtschaftlichen Boom gebracht hatte. Gegenwärtig operiert das deutsche Forschungsschiff wiederum in der Arktis, wo es sich in Nordpolnähe bei seinen Forschungen weitgehend emissionsfrei treiben lässt.